Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.01.2002
Karol Sauerland bespricht gleich zwei Bücher von Andreas Kossert über Masuren, wobei die kritischen Töne nicht zu überhören sind. Die Geschichte der zwischen Preußen beziehungsweise Deutschland und Polen stehenden Masuren sei überaus ereignisreich, und der Rezensent lobt, dass der Autor sowohl die Sprachenverhältnisse als auch soziale, wirtschaftliche und politische Aspekte in seine Untersuchungen mit einbezieht. Auch die Anstrengungen Deutschlands und Polens, die beide versuchten, sich diese Volksgruppe "einzuverleiben", seien sehr gut dargestellt. Dennoch bemängelt der Rezensent, dass die Darstellung der Masuren und ihres Tuns alles andere als plastisch sei und darüber hinaus, dass es der Autor versäumt habe, "volkskundliche Arbeiten und die Belletristik" in seine Darstellungen mit einzubeziehen, die zu einem runderen Bild hätten beitragen können.
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