Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 15.10.2026, 14.00 Uhr
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Aus dem Archiv
  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
  • Götz Aly
  • Elke Schmitter
  • Angela Schader
  • Marie Luise Knott
  • Thierry Chervel
  • Benita Berthmann
  • Lukas Pazzini
  • Thekla Dannenberg
  • Lukas Foerster
  • Thomas Groh
  • Andre Glucksmann
  • Jürgen Habermas
  • Richard Herzinger
  • Necla Kelek
  • Georg Klein
  • Daniele Dell'Agli
  • Peter Truschner
  • Wolfgang Kraushaar
  • Matthias Küntzel
  • Eva Quistorp
  • Anja Seeliger
  • Martin Vogel
  • Arno Widmann
zum Archiv der Perlentaucher-Autoren.

Perlentaucher-Fakten

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Rezensionsnotizen
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Bücher
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Buchautoren

Übersicht

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU

Sich in die Wolken werfen

15.10.2026. Völker Schlöndorffs Adaption von Jenny Erpenbecks Roman "Heimsuchung" fällt bei den Kritikern durch: Belanglose Postkartenbilder mit viel Bevormundung, winken Filmdienst und FAZ ab. Die Zeit hat indes nichts dagegen, wenn Jan Schmidt-Garre in seinem Dokumentarfilm über Teodor Currentzis alle Kritik am putinnahen Dirigenten ausspart. SZ und Welt staunen in Dresden, wie mutig Correggio selbst religiöse Bilder erotisierte. Und die FAZ lernt in Weil am Rhein von Geoffrey Bawa, wie ökologisches Bauen gelingen kann. Mehr...

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU

Rassismus der gesenkten Erwartungshaltung

15.10.2026. Die Zeit empfiehlt wärmstens die Ausstellung "Umstrittene Verwandtschaft" im DHM über koloniale und nationalsozialistische Gewalt. Die SZ überlegt, was ein Ende der Russland-Sanktionen, wie von BSW und die AfD gefordert, konkret bedeuten würde. Friedensverträge gelten in Russland nur so lange, wie sie nützlich sind, erinnert der estnische Völkerrechtler Lauri Mälksoo in der FAZ. Der Religionskritiker Hamed Abdel-Samad erklärt in der Zeit, warum er im Libanon viel freier lebt als in Deutschland. Und: NZZ, Zeit, taz und Welt schreiben zum hundertsten Geburstag Michel Foucaults. Mehr...

MAGAZINRUNDSCHAU

Zarte Kritzeleien

13.10.2026. Der Guardian porträtiert Scheich Tahnoun bin Zayed Al Nahyan, Chef des KI-Konzerns G42 und praktischerweise auch Geheimdienstchef der Vereinigten Arabischen Emirate. Eurozine fragt, warum die EU den serbischen Autokraten Aleksandar Vučić so herzlich hofiert. In Le Grand Continent denkt Eva Illouz über Dreyfus-Affäre und Genozidvorwurf-Affäre nach. Vanity Fair porträtiert einen der reichsten (und verschuldetsten) Vertreter des "neuen Establishments" in den USA: Larry Ellison. Mehr...
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Archiv: Magazin

Die Dialektik von Schweigen und Benennen

11.10.2026.Philippe Sands beklagte in seiner Friedenspreisrede das Schweigen über Verbrechen Israels, die er aber selber gar nicht benannte. Er kritisierte die deutsche Regierung, forderte, dass sie Palästina anerkenne und Israel sanktioniere. Die "Staatsraison" nannte er rassifiziert. "Schweigen - und Schweigen über Verbrechen - ist, was ich anfechte und worüber ich schreibe", sagte er - und schien die klaffenden Leerstellen in der eigenen Rede gar nicht zu bemerken.

Literaturnobelpreis für Anne Carson

08.10.2026.Die kanadische Lyrikerin und Gräzistin Anne Carson hat den Literaturnobelpreis 2026 gewonnen. Eine freut sich ganz besonders, ihre Übersetzerin und Perlentaucherin Marie Luise Knott.

Uneinsehbare black box

01.10.2026.Rachel Szors und Yuval Abrahams Dokumentarfilm "Naza", der in Venedig mit Applaus überschüttet und mit einem Preis bedacht wurde, ist allein in Berlin in zehn Kinos angelaufen. In diesem Film wird unter anderem behauptet, Israel sei bereit, 500 tote Zivilisten als "Kollateralschäden" zu akzeptieren, wenn es gelinge, bestimmte Hamas-Führer zu töten. Nur ist kein einziges Ereignis überliefert, wo eine solche Anzahl von Toten von den Israelis in Kauf genommen wurde. Abrahams Berufung auf den Guardian als ein Institut, das seine Aussagen überprüfe, ist nicht stichhaltig.

Archiv: Bücher

Makrelen- oder Buttermilchhimmel

15.10.2026.Die Zeit denkt mit Michel Foucault über Hermaphroditen nach, die taz liest Martin Saars und Frieder Vogelmanns Gedanken zur Aktualität Foucaults. Mutig und großartig findet die SZ, wie Thomas von Steinaecker zwei Schwestern, von denen die eine geistig behindert ist, ins Jahr 2037 begleitet. Eine wahre Entdeckung macht Dlf Kultur mit Rene Karabashs Roman „Die Bleibende“, der von Schwurjungfrauen in Albanien erzählt. Außerdem lernt Dlf Kultur von Gavin Pretor-Pinney, dass die Tropfen einer Kumuluswolke so viel wie achtzig Elefanten wiegen. 

Dieser Rausch der Formen

15.10.2026.Wer durch die Neue Nationalgalerie schreitet, und sich mit Maurizio Cattelans peinlich vordergründigen, in Ihren Effekten wohlkalkulierten Skulpturen und Rauminstallationen konfrontiert sieht - der Papst liegt am Boden, Hitler ist auf den Knien, das Pferd hängt von der Decke und kann somit nicht durchs nachgebildete Brandenburger Tor traben -, kann nur den Kopf schütteln. Sicher, Cattelans Arbeiten haben einen gewissen Humor, der in Wahrheit jedoch nicht über Pennälerwitze hinaus geht. Aber es gibt ein Gegengift, in Berlin selbst: Leute, erinnert euch an Brassai, den Fotografen der Pariser Nacht - und noch viel mehr, ausgestellt in der Galerie Berinson.

Von nibbeln bis schnorpsen

14.10.2026.Die FAZ debattiert mit Jacob Eder über die "Staatsräson". Die FR ist nicht richtig überzeugt von Juli Zehs "Pony Show". Dlf blickt mit Tatiana Țîbuleacs Heldin von einem Leben als Putzfrau auf eine glorreiche Vergangenheit in Moldawien zurück. Außerdem schnackt er mit Christine Wunnicke im Papageien-Sprech. Dlf Kultur findet bei Helga Schubert Trost in der Trauer. 

BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Maximilian Kasy. Die Mittel der Prädiktion - Wie KI wirklich funktioniert (und wer davon profitiert) . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Maximilian Kasy: Die Mittel der Prädiktion
Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn. Von den banalsten Anwendungen im Internet bis zu den gravierendsten in Kriegen: Künstliche Intelligenz ist aus unserer Lebenswelt…
Okamoto Kanoko. Mutter und Sohn - Roman. Manesse Verlag, Zürich, 2026.Okamoto Kanoko: Mutter und Sohn
Übersetzt und mit einem Nachwort von Eduard Klopfenstein. Erstmals auf Deutsch: eine japanische Klassikerin des 20. Jahrhunderts. Unter allen zwischenmenschlichen Verbindungen…
Jens Nordalm. Deutschland - Das unterschätzte Land - Ein Loblied. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart, 2026.Jens Nordalm: Deutschland - Das unterschätzte Land
Unsere liberale Demokratie gilt weithin als gefährdet; das Vertrauen in die Stabilität des Landes schwindet. Zur stärkenden Beruhigung, so die These des Autors, braucht es…
Katrin Wilkens. Komm du mal in mein Alter! - Wie Sprüche uns Kinder der 60er und 70er geprägt haben. Carl Hanser Verlag, München, 2026.Katrin Wilkens: Komm du mal in mein Alter!
Was verraten Redewendungen über den Zeitgeist einer Gesellschaft? Ein Blick auf die Sprüche, die ganze Generationen prägten "Jetzt ist Ruhe im Karton", "Dann ist Polen offen",…

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