Ulf Stolterfoht (Hg.)

Cowboylyrik

Cover: Cowboylyrik
Urs Engeler Editor, Basel 2009
ISBN 9783938767733
Gebunden, 64 Seiten, 8,00 EUR

Klappentext

Mit dem Lyrikkurs des Literaturinstituts Leipzig. "Also, das war so: nach den Leipziger Lyrikseminaren saßen wir freitags immer in der Gaststätte Protzendorf, und irgendwann habe ich erzählt, dass es die Krönung meiner lyrischen Laufbahn bedeutete, wenn ich einmal beim großen Festival der Cowboy-Lyrik in Elko/Nevada auftreten dürfte, mit Jeansjacke, Schnauzbart und Kotletten. Die Studierenden empfanden ähnlich, und so wurde gemeinschaftlich beschlossen, im Wintersemester 2008/09 ein Seminar ausschließlich der Cowboy-Dichtung zu widmen. Nun stellte sich schnell heraus, dass uns die entsprechenden Gedichte zwar einigermaßen leicht von der Hand gingen, die übrigen Bewerbungsanforderungen für Elko unsere Möglichkeiten aber weit überstiegen: Wir hätten die Gedichte übersetzen und auf CD brennen lassen müssen, darüber hinaus wäre es erforderlich gewesen, auf einem separaten Blatt unsere besondere Beziehung zum Ranching und Cowboying offenzulegen. Statt nun jedoch zu kapitulieren, reifte der Plan einer umfassenden Dokumentation unserer Bemühungen in Buchform - und zack, hier ist er schon: ein kugelsicherer Leseknaller mit rund fünfzig Lyrik-Volltreffern von Konstantin Ames, Tobias Amslinger, Julia Dathe, Diana Feuerbach, Claudia Gülzow, Gregor Guth, Sascha Kokot, Christian Kreis, Sascha Macht, Kerstin Preiwuß, Bertram Reinecke, Gerald Ridder, Eva Roman, Michael Spyra, Katharina Stooß, Mirko Wenig und Choleda Jasdany."

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.02.2010

Angetan ist Rezensent Martin Zingg von dem Gedichtband "Cowboylyrik", den Ulf Stolterfoht und der Lyrikkurs des Literaturinstitut Leipzig vorgelegt haben. Der Band versammelt die Ergebnisse eines Lyrik-Seminars, in dem Stolterfoht den Studierenden vorgab, "Cowboygedichte" zu schreiben. Im Mittelpunkt der Texte steht für Zingg die "mythische Figur aus dem mythisierten Wilden Westen". Beachtlich findet er die Vielfalt der Aneignung: mal ist der Cowboy arbeitslos, mal eine Figur mit Bezug auf den Nationalsozialismus, mal im Osten zuhause. Zinggs Fazit: lesenswert.
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