Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.06.2010
Dass über Stalin sprechen muss, wer über die Linkspartei und linke Politik spricht, lernt Mechthild Küpper einmal mehr bei der Lektüre dieser von Thomas Flier herausgegebenen Festschrift für den linken Vordenker Andre Brie zum 60. Geburtstag. Besonders erinnert sie ein Beitrag von Peter Brandt an diesen Umstand. Als Abschiedsgabe für Brie versteht Küpper den Band gemeinsam mit einem weiteren Beiträger, Daniel Cohn-Bendit, der an die Nichtnominierung Bries zur Europawahl 2009 erinnert. Die Wünsche und Forderungen der Grünen und der SPD als mögliche Koalitionspartner der Linken findet Küpper in diesem Band auch. Und sie bekommt sogar einen Eindruck von Brie als Freund (in einem Brief von Edda Rydzy).
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…