"Rawums", zum ersten Mal 1984 erschienen, vereint Texte, die ein völlig neues Tempo vorlegten und sich der Wirklichkeit annahmen, randscharf und in heilloser Schönheit. Sie hatten nachhaltigen Einfluss auf das, was in den 90er Jahren geschrieben, gelesen und gelebt wurde. Texte von Peter Glaser, Rainald Goetz, Diedrich Diederichsen, Clara Drechsler, Jutta Koether, Martin Kippenberger, Bodo Morshäuser, Hubert Winkels und vielen anderen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 21.01.2004
Zum "spektakulären Comeback" des vorletztjährigen Bachmann-Preisträgers Peter Glaser reicht der Verlag eine Neuausgabe des Buches, das vor zwei Jahrzehnten die Botschaft der wahren deutschen Popliteratur mit Verve und erfrischendem Größenwahn in eine öde Landschaft literarischer Langeweile hinausschrie: Rawums! Ulrich Rüdenauer erinnert sich gerne daran, wie die "jungen Wilden" - Diederichsen, Goetz, Lottmann und eben Glaser, der den Sammelband herausgab und mit einem "neoavantgardistischen Manifest" einleitete - seinerzeit die Literatur aus den Niederungen der "Lahmarschigkeit" auf die "Höhe des Diskurses und der Technologie" bugsierten. "Eine wichtige archäologische Ausgrabung", schreibt Rüdenauer, "die zeigt, dass die Popliteratur 1998 und folgende auch ein mehr oder minder aufregendes Retrophänomen gewesen ist".
Tony Tulathimutte: Fiasko Aus dem Amerikanischen von Stefanie Jacobs, Stefanie Ochel und Jan Schönherr. Ein erklärter Feminist fällt ins Wurmloch der Incel-Szene. Eine Frau versinkt in einer selbstzerstörerischen… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub… Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter Die Familie eines deutschen Jahrhunderts: Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen. Sie lieben sich, sie tun sich weh, sie kämpfen um ihre Unabhängigkeit.…