Vor dem Hintergrund der großen politischen Umbrüche des 20. Jahrhunderts schildert Peter Betthausen detail- und kenntnisreich eine der imposantesten und längsten Museumskarrieren der deutschen Geschichte. Ludwig Justi prägte und gestaltete als Direktor der Berliner Nationalgalerie (1909-1933) und als Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin in der DDR (1946-1957) annähernd fünfzig Jahre das Kunst- und Museumsleben Berlins.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2011
Etwa mager, was uns Eduard Beaucamp explizit zu dieser Biografie über den legendären Gelehrten, Bildungsgpolitiker und Direktor der (Ost-) Berliner Nationalgalerie nach 1945, Ludwig Justi, zu sagen hat. Dabei hat Peter Betthausen als letzter Direktor der Nationalgalerie Ost sicher mehr zu berichten, als die Anekdote, wie Ulbricht den alten Justi noch ehrfurchtsvoll als "Herr Geheimrat" titulierte. Immerhin findet der Rezensent den Band ja doch fesselnd gemacht und in der Darstellung von Justis Persönlichkeit, seiner Vermittlerrolle zwischen Traditon und Moderne, aber auch seiner zunächst freundlich abwartenden Haltung gegenüber Hitler sogar eindringlich!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2010
Rezensent Ingo Arend schätzt Peter Betthausens Arbeit über Ludwig Justi (1867-1957), der mit Unterbrechungen über vierzig Jahre lang Chef der Nationalgalerie Berlin war. Er lobt den flüssigen Stil des Werks sowie die gelungene Verbindung von Biografie und Institutionsgeschichte. Ausführlich geht der Rezensent auf die historische Bedeutung und die Leistungen Justis ein, wirft aber auch einen kritischen Blick auf seinen Konservatismus und seine opportunistischen Anwandlungen gegenüber dem DDR-Regime. Besonders hebt er Justis Gelassenheit hervor, mit der dieser Stile kommen und gehen sah.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…