Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller. Alexandre Yersin, Schweizer Arzt, Forscher, Seefahrer, Landwirt, Geograph und Mitarbeiter Louis Pasteurs, identifizierte 1894 in Hongkong das Pestbazillus und entwickelte den ersten Impfstoff gegen die Pest in China. Yersin blieb in Indochina und stürzte sich dort in neue wissenschaftliche Abenteuer.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.07.2014
Sehr viel Gutes kann Ingeborg Waldinger an Patrick Devilles Roman "Pest und Cholera" finden. Es sei beeindruckend, freut sich die Rezensentin, wie es dem Autor gelinge, die biografischen Fakten in solch wundervolle und bewegende Geschichten zu verwandeln: In diesem Fall die Lebensgeschichte des Schweizer Arztes und Bakteriologen Alexandre Yersin. In dieser turbulenten Geschichte reist Waldinger von Paris nach Vietnam, von Berlin nach Hongkong und begleitet den Protagonisten, einen erfolgreichen Geschäftsmann und gefeierten Gelehrten im Kampf gegen Epidemien, Elend und gegen die eigene Unruhe. "Ein großer Mann. Ein großes Buch" schließt Waldinger seine mitreißenden Besprechung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2014
Hans Christoph Buch tut allerhand für die deutsch-französische Völkerverständigung, wenn er uns Patrick Deville als einen Autor in den Fußstapfen Prousts vorstellt, der die Reiseliteratur in der Tradition Voltaires und Lévi-Strauss' in eine neue Umlaufbahn bringt. Von wegen Exotismus, bei Deville erfährt Buch den Schnörkel als Hauptsache. Die Lebensgeschichte des Bakteriologen Alexandre Yersin wird so für Buch zum Roman und zur Geschichte der modernen Medizin zugleich. Wie unprätentiös Deville Kunst und Wissenschaft in den Pariser Cafés zwischen Kaiserreich und Zweitem Weltkrieg zusammenführt, hat dem Rezensenten imponiert. Der Autor, so findet er - ein Weltbürger, den es bei uns noch zu entdecken gilt. Die vorliegende Übersetzung scheint Buch dafür blendend geeignet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 14.01.2014
Voller Begeisterung feiert Sabine Vogel Patrick Devilles "Pest & Cholera" als einen "Abenteuerroman voller Empathie und Weltklugheit". Der französische Schriftsteller und Reisende erzählt darin das Leben des Alexandre Yersin, der den Erreger der Pest entdeckte, aber auf seinen Nachruhm zugunsten eines geglückten Lebens verzichtete. Ausführlich erzählt die Rezensentin den Lebensweg dieses Mannes nach, der von Louis Pasteur immer wieder zur mikrobiologischen Forschung angehalten wurde, aber selbst am liebsten durch Indochina reist, Bergvölker erkundet oder in seinem Fischerdorf Na Thrang lebt. Dem Leben dieses "eigenbrötlerischen Universalisten" ist die Rezensentin mit Freude gefolgt, zumal Deville nie chronologisch an den Jahreszahlen entlang erzählt, sondern an kulturhistorische Parallelen.
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