Maike Möller-Engemann

Der gefährlichste Ort

Kriminalroman
Cover: Der gefährlichste Ort
Emons Verlag, Köln 2026
ISBN 9783740828790
Broschiert, 336 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Alle zwei Tage wird in Deutschland eine Frau ermordet - weil sie eine Frau ist.Ein Mann gesteht den Mord an seiner Frau - und zieht sein Geständnis dann zurück. Ohne Beweise droht der Fall zu scheitern. Und die einzige Zeugin, seine neunjährige Tochter, ist spurlos verschwunden. Während Staatsanwältin Mara Sandmann ermittelt, tauchen immer neue, verstörende Hinweise auf. Doch die Spuren führen sie nicht nur zu einem Mord, sondern auch zu einem tiefen Systemversagen, das Frauen und Kinder im Stich lässt. Inmitten von Traumata und Gewalt muss Mara alles riskieren, um die schreckliche Wahrheit ans Licht zu bringen.Erschreckend realistisch, politisch brisant und ungeschönt: ein hochaktueller, schonungsloser Kriminalroman über häusliche Gewalt, Femizide und den Kampf um Gerechtigkeit. Intensiv, erschütternd und nah an der Realität.Für alle, die Spannung mit gesellschaftlicher Relevanz suchen - und Geschichten, die nicht loslassen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 20.08.2026

Ziemlich harter Tobak ist Maike Möller-Engemanns Debütroman für Rezensentin Petra Zeichner, denn es geht um Femizide. Eine Frau ist tot, ihr Mann gesteht zunächst, sie ermordet zu haben, widerruft dann aber, die Staatsanwältin Mara verbeißt sich auch deshalb in den Fall, weil ihre Schwester ebenfalls von ihrem Partner misshandelt wird und aus der Gewaltspirale nicht entkommen kann, resümiert Zeichner. Ein dichtes Netz aus Perspektivwechseln zeigt auch, wie ein kleines Mädchen in Wald gefangen ist, eine andere Frau berichtet, wie die Gewalt schleichend in ihr Leben gekommen ist, eine Gerichtsverhandlung zeigt, welche Macht Scham über die misshandelten Frauen ausübt, so die Kritikerin, der die Lektüre dadurch etwas leichter fällt, da die Gewalt retrospektiv erzählt wird. Die Sprachbilder sind für sie besonders überzeugend, zwingen sie doch zum Innehalten, wenn zum Beispiel die Stille nach einem traumatischen Ereignis mit "schockgefrorener Tiefkühlware" verglichen wird. Ein Roman, der sich einem wichtigen Thema widmet und zwingt, genau darauf zu schauen, resümiert sie die eindrückliche Leseerfahrung.

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