Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.08.2002
Mit gemischten Gefühlen war die Lektüre des Romans von Jamal Tuschick für Stephan Maus verbunden. Der Kritiker lobt die ersten beiden der drei Prosastücke über eine Riege snobistischer, ritualversessener Logenbrüder für ihren sprachlichen Ausdruck: Mit der rohen Coolness der Protagonisten gehe die vom Autor zweifellos gewollte Kunstsprache eine Verbindung ein, die eine "interessante Spannung" nach sich ziehe. "Scharfzüngige Portraits" und "psychologischer Einfallsreichtum" würden Tuschicks "Faible für Imponiergehabe und durchtrainierte Alpha-Tierchen" effektvoll ausgleichen. Eine Menge auszusetzen hat der Rezensent jedoch am geradezu "hingehuschten" dritten Teil des Buchs: Hier entstehe der Eindruck einer "einfallslosen literarischen Zweitverwertung von journalistischen Arbeiten", indem Tuschick der Figur Koller - einem Journalisten - einige seiner eigenen Artikel lediglich leicht modifiziert in die Hände legt. Damit ist für Maus ein "lieblos collagierter" letzter Teil an die vielversprechenderen vorigen gesetzt worden, was im Leser lediglich Trotz hervorrufe.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…