Guido Hinterkeuser

Das Berliner Schloss

Die erhaltene Innenausstattung: Gemälde, Skulpturen, dekorative Kunst
Cover: Das Berliner Schloss
Schnell und Steiner Verlag, Regensburg 2012
ISBN 9783795423360
Broschiert, 176 Seiten, 14,95 EUR

Klappentext

Im leidenschaftlich geführten Streit um Rekonstruktion und Nutzung des Berliner Schlosses ist die Frage nach der originalen Ausstattung bislang nicht gestellt worden. Der nun vorliegende reich bebilderte Band bietet einen ersten Überblick über hervorragende Gemälde, Skulpturen sowie Objekte der angewandten Kunst, die alle den Zweiten Weltkrieg überstanden haben, und macht mit zahlreichen historischen, teils unveröffentlichten Raumaufnahmen deutlich, wo sich die Stücke zuletzt im Berliner Schloss befanden. Ausgangspunkt sind die Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts, als das bedeutendste Denkmal preußischer Kultur und Geschichte unter den Bezeichnungen Schlossmuseum und Historische Wohnräume erstmals umfassend der Öffentlichkeit zugänglich wurde. Der Leser erhält Einblicke in die damalige Präsentation und wird mit Werken vertraut gemacht, die sich teilweise über Jahrhunderte im Herzen Berlins befanden, heute jedoch auf verschiedene Schlösser und Museen in Berlin und Brandenburg verteilt sind. Nicht zuletzt angesichts verstärkter Forderungen, das wiederaufgebaute Berliner Schloss beziehungsweise Humboldtforum neben dem Außereuropäischen auch dem Europäischen zu widmen, möchte das Buch dazu anregen, über eine angemessene Einbeziehung der erhaltenen historischen Ausstattung nachzudenken und somit der ureigenen Geschichte des Ortes gerecht zu werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2012

Andreas Kilb begrüßt Guido Hinterkeuser Buch über die Geschichte der Innenausstattung des Berliner Schlosses. Die Studie rekonstruiert nicht nur die Innenausstattung anhand von Inventar-Verzeichnissen von 1920, sondern nennt auch die Standorte und Depots, wo sich die erhaltenen Gemälde, Wandteppiche, Möbel, Skulpturen heute befinden. Für Kilb stellt sich damit die Frage, wie es mit der Wiederherstellung der historischen Räumlichkeiten im Schloss aussieht. Ein Punkt, der seines Erachtens in der Schlossdebatte bisher unterbelichtet blieb und nach Hinterkeusers Studie von den Beteiligten endlich wirklich diskutiert werden muss.

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