Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.06.2000
"Höchst lesenswert" findet Karen Horn diesen Band, an dem sie nicht nur die Zusammenstellung der Texte und deren Ordnung nach thematischen Gesichtspunkten lobt. Mehr noch zeigt sie sich von Einschätzungen und Äußerungen Erhards beeindruckt, die ihrer Ansicht nach auch heute nichts von ihrem Wert eingebüßt haben. Als Beispiel dafür nennt sie u. a. Erhards Plädoyer für eigene Verantwortung und Leistungsbereitschaft, die durch `vermeintliche soziale Maßnahmen zum Absterben verurteilt ist` (1956). Aber auch seine Kritik an der Koppelung der Rente an die Lohnentwicklung (1957) sowie sein Appell an die Sozialpartner, bei der Lohn- und Arbeitspolitik Disziplin zu üben, um der Allgemeinheit nicht zu schaden (1965), findet Horn geradezu "hellseherisch".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 09.06.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel "G.S." weist in seiner Kurzkritik zunächst darauf hin, dass es sich hier um den dritten Band der erfolgreichen Reihe "Meisterdenker der Wirtschaftsphilosophie" handelt, in der Wirtschaftstheoretiker und -praktiker durch Zitate aus ihren Werken porträtiert werden. Dieses Prinzip sei bei Erhard um so sinnvoller, als sein Werk sich meist aus verstreuten kurzen Äußerungen und Reden zusammensetze. Anders als bei den früheren Bänden über Friedrich August von Hayek und Wilhelm Röpke, so lobt der Rezensent, gibt es hier außerdem eine Einführung in das Werk Erhards, ein nützliches Stichwortverzeichnis und eine Sammlung von Zitaten über Erhard. Mit einer gewissen Lust zitiert der Rezensent hier ein eklatantes Fehlurteil der Gräfin Dönhoff von 1948: "Gott schütze uns vor diesem Mann." Dies zeige, wie umstritten Erhards Glaube an den Wettbewerb und eine liberale Wirtschaftsordnung nach dem Krieg noch gewesen sei. Der Rezensent findet den Band als Einführung in das Werk Erhards sehr geeignet.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…