Die Pop-Queen der Zukunft - leidenschaftlich in allen Facetten beleuchtet "Country-Rock, Club, Pop, Prunk, Schweinkram, Schönheit und Schmutz: Diese Frau übertrifft in allem alle, sogar dauernd sich selbst." Vom Disney-Kinderstar zur Clubhit-Gigantin und Göttin der hochwertigen provokanten Fotografie: Miley Cyrus hätte schon als Teenie-Idol in einem Meer von Fans ertrinken können. Stattdessen hat sie mit Pracht-Arien wie "Wrecking Ball" und Pop-Zaubertricks wie "Flowers" ein Werk geschaffen, das ihr von Pharrell Williams über Dua Lipa bis Metallica die tollsten Partnerschaften zutreibt. Dietmar Dath gräbt sich tief in den Rausch des Ganzen und vergisst auch die Schauspielkunst der Unvergleichlichen nicht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.03.2024
Der Feuilletonist und Intellektuelle Dietmar Dath hat Miley Cyrus in Frankfurt eigentlich nur deshalb live gesehen, weil er sich für ihre Vorband interessiert hat, doch hat er eine überraschend eine Faszination für sie entwickelt, über die er jetzt für Reclams "100 Seiten"-Reihe schreibt, erklärt Rezensentin Marlene Knobloch. Sie hätte sich gewünscht, dass Dath noch mehr über Cyrus selbst erzählt, über den schwierigen Grad zwischen früher Berühmtheit und nicht ganz unkompliziertem Privatleben. Zu ausschweifend findet die Kritikerin die verschlungenen Pfade von Daths Argumentation, die ihn bis zum amerikanischen Bürgerkrieg und zu Karl Kraus führen und mit Cyrus nicht mehr viel zu tun haben. Gerne hätte sie mehr zu der Frage "Wie gelangt man zur Begeisterung?" gelesen und weniger verschachtelte theoretische Überlegungen - so bleibt die Person, über die er schreibt, "seltsam blass."
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