In Super-Gau beleuchtet Bea Davies die verheerenden Ereignisse der Fukushima-Katastrophe 2011. Sie erzählt die Geschichte von acht Menschen in Japan und Berlin, deren Leben auf überraschende Weise durch die Ereignisse am 11. März 2011 verbunden sind. Diese Graphic Novel zeigt, wie einschneidende Weltereignisse und persönliche Schicksale ineinandergreifen und wie Katastrophen uns so beinahe unmerklich berühren und prägen.
Der Super-GAU in Fukushima am 11. März 2011 bildet den Ausgangspunkt für diese Graphic Novel von Bea Davies, so Kritikerin Eva-Christina Meier, ein großer Teil davon spielt aber auch am Kotti in Berlin. Davies zeigt, dass alle und alles miteinander verbunden sind: Eine der Figuren, Lea, feiert an jenem Tag gerade ihren 18. Geburtstag, sie will von jetzt an ohne ihre Sozialarbeiterin klarkommen. Die ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, deren Vater in Japan an einem Forschungsinstitut arbeitet, erzählt Meier. Text wird in dieser Graphic Novel sparsam eingesetzt, sie entfaltet ihre Kraft durch die "szenische Dramaturgie aus überraschenden Bildsequenzen", die zwischen Fukushima und Berlin hin und her springt und zudem erfordert, dass die Leserinnen und Leser immer wieder selbst die Verbindungen herstellen, so Meier. Eine Graphic Novel, die mit ihrem Fokus auf "Menschen am Rand der Gesellschaft" aktueller nicht sein könnte, schließt die Rezensentin.
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