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H. G. Adler: Der verwaltete Mensch

Ausgewählte Leseproben.
17.07.2026. H. G. Adler veröffentlichte mit "Der verwaltete Mensch" ein grundlegendes Großwerk zum Holocaust, das die Rolle der Bürokratie bei der Vorbereitung und Umsetzung der Verschleppung und massenhaften Ermordung der Juden im Nationalsozialismus beschreibt. Im ersten Teil seines Vorworts zu dem Buch stellt der Historiker Götz Aly den 1910 in Prag geborenen Autor vor, der seine ganze Familie im Holocaust verlor.
H. G. Adler: Der verwaltete Mensch
Studien zur Deportation der Juden aus Deutschland
Mit einem Vorwort von Götz Aly

S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2026. Gebunden, 1440 Seiten, 98 Euro.

Erscheint am 29. Juli 2026

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Klappentext: Das bahnbrechende Werk des großen jüdischen Schriftstellers und Denkers H.G. Adler über die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden war jahrelang vergriffen - neu gestaltet und mit einem aktuellen Vorwort ist es nun wieder zugänglich. Nach seiner Befreiung aus Auschwitz 1945 widmete H.G. Adler sein Leben der Aufgabe, die Umsetzung von Verfolgung und massenhaftem Morden mit Hilfe der deutschen Bürokratie während des Nationalsozialismus umfassend darzustellen. Was Raul Hilberg für die Geschichte leistete, schuf H. G. Adler aus dem Blickwinkel der Soziologie: In seinem 1974 erstmals erschienenen Standardwerk führt er vor Augen, wie Millionen von Menschen scheinbar legitim entrechtet und ermordet wurden, flankiert durch ausgefeilte administrative Maßnahmen. Auf Basis einer enormen Menge an Dokumenten, wie etwa den Akten der Gestapo, weist er nach, wie Individuen in totalitären Systemen, so H.G. Adler, nicht mehr beherrscht und nicht regiert, sondern nur noch verwaltet werden. Adlers Werk inspirierte u.a. Hannah Arendt, Hermann Broch und Theodor W. Adorno.

Zum Autor: H. G. Adler, geboren 1910 in Prag, war freier Wissenschaftler, Lyriker und Schriftsteller und überlebte mehrere Konzentrationslager. 1942 wurde er nach Theresienstadt und im Oktober 1944 über Auschwitz nacheinander in zwei Außenlager des KZ Buchenwald deportiert. Nach seiner Befreiung kehrte er nach Prag zurück, 1947 emigrierte er nach England. Sein Leben widmete er der Aufgabe, die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden umfassend darzustellen. Er starb 1988 in London.

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